NORO-Virus

 

Wenn auch die einzelne Infektion für gesunde Menschen keine Lebensgefahr darstellt, ist der
Noro-Virus (früher als Norwalk-like-Virus bezeichnet) nicht zu unterschätzen. Der hochinfektiöse
Erreger ist eine ernstzunehmende Gefahr für kranke und schwache Menschen und damit
ist die derzeitige Infektionswelle für medizinische Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheime
von hoher Brisanz. Wichtig ist das richtige Vorgehen im Infektionsfall dieser meldepflichtigen
Erkrankung.
Aufgrund der aktuellen Meldungen des Robert-Koch-Institutes, welches einen Rekordstand an Norovirus-Infektionen in diesem Winter befürchtet,
weisen wir eindringlich darauf hin, dass im Falle eines Infektionsausbruchs der
meldepflichtigen Krankheit sofort gehandelt werden muss.
"... Norovirus-Erkrankungen sind durch abrupt einsetzendes heftiges Erbrechen
gekennzeichnet. Beim ersten Hinweis auf einen Norovirus-bedingten Gastroenteritis-
Ausbruch sollten – ohne virologische Ergebnisse abzuwarten – unverzüglich notwendige
Maßnahmen zur Verhütung weiterer Infektionen eingeleitet werden, die im
RKI Ratgeber „Noroviren“ aufgeführt und in dieser Ausgabe des Epidemiologischen
Bulletins zur Übersicht nochmals kurz dargestellt sind..." (Quelle: RKI)

Schon beim Verdacht der Erkrankung sind entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die
medizinische Versorgung ist entsprechend sicher zu stellen und eine Meldung an das
Gesundheitsamt abzugeben.
Es empfiehlt sich den infizierten Bewohner sofort von anderen Bewohnern abzusondern,
bzw. zu Isolieren. Hygienemaßnahmen, wie Tragen von Handschuhen,
Schutzkittel, ggf. geeigneter Atemschutz, konsequente Händehygiene, Händedesinfektion,
Desinfektion von patientennahen Flächen, Toiletten, Waschbecken, Türgriffen
sollten konsequent durchgeführt werden.

Tatsächlich sind im Infektionsfall spezielle viruzide Desinfektionsmittel einzusetzen, die
gemäß §18 IfSG für den Infektionsfall vorgesehen sind. Hier empfehlen wir sofort in dem
entsprechenden Wohnbereich auf diese Desinfektionsmittel umzusteigen. Diese Desinfektionsmittel
sind in unserem HIBOmed Notfallpaket Infektionsausbruch enthalten, was
zusätzlich mit Anweisungen, die im Falle eines Ausbruchs benötigt werden, ausgestattet ist
(Meldung an das Gesundheitsamt, Arbeitsanweisung, Schutzmaßnahmencheckliste).
Notfallpakete sind daher bewusst durch die Einrichtung und Pflegedienste, aber auch die
Händler, vorzuhalten, um bei Bedarf eine schnelle Reaktionszeit zu gewährleisten und
Lieferzeiten auszuschließen.
In der Prävention müssen keine gesonderten Produkte eingesetzt werden. Hier ist grundsätzlich
auf die allgemeinen Hygieneregeln zu verweisen, die natürlich entsprechend einzuhalten
sind. Hier weisen wir erneut auf die besondere Bedeutung der Händedesinfektion
hin und empfehlen unsere DermaSept Händedesinfektion (Gutachten zeigen, dass
die Einwirkzeit zeitlich auf bis zu 3 Minuten ausgedehnt werden sollte).

Günter Bosse